Dabei sein

Ich bin gern unter Menschen. Trotzdem habe ich immer wieder das Bedürfnis, alleine zu sein und Abstand von allen zu nehmen.

So weit, so normal.

Dummerweise nehme ich diese Bedürfnisse manchmal nicht wirklich wahr. Nach vielen Tagen des “in der Gruppe seins” ohne wirklich Zeit für mich gehabt zu haben, fällt es mir schwer, mich noch als Teil dieser Gruppe zu sehen.

Aber niemand kann mir Zeit für mich geben.

Fragen die ich mir stellen muss und Fragen, die mir mein Geschwür stellt:

  • Was heißt es, Teil einer Gruppe zu sein? Was für eine Gruppe ist das?
  • Warum wirst du nicht gefragt, ob du mit rauchen kommen willst?
  • Warum habe ich heute nur eine Person aus der Gruppe, die auf dem Sofa lag, umarmt und den Rest ignoriert? Möchte ich Teil dieser Gruppe sein?
  • Warum hat sie dich heute morgen nicht geküsst, als sie dich aufgeweckt hat?
  • Wieso gehe ich davon aus, dass mich alle ständig nach meinen Bedürfnissen fragen?
  • Finden mich alle anstrengend und beziehen mich deshalb nicht mit ein?
  • Warum habe ich bisher immer entweder die Führung übernommen oder bin aus Gruppen gegangen, anstatt gleichberechtigtes Mitglied zu sein?

…bin ich zu viel?

Ely

Ely hat Mental Anarchy 2020 gegründet und schreibt über Polyamorie, Beziehungen und psychische Gesundheit. Er ist pansexuell, Zen-Buddhist und lebt vegan.

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